Kulturpädagogik

Was ist Kulturpädagogik?

  • Kulturpädagogik ist Lernen durch die Beziehung zwischen dem künstlerischen Schaffen und der eigenen Persönlichkeit. Im Spiegel des Schaffens erfährt der Mensch Entwicklung.
  • Kulturpädagogik ist ästhetisches Lernen, das Schulen der Wahrnehmung und ein „Gefühl für das Leben“ zu entwickeln, es selbst beeinflussen und gestalten zu können.
  • Kulturpädagogik stärkt die Selbstwirksamkeit und die gesellschaftliche Teilhabe. Fördert die Sozialkompetenz. Schafft Beurteilungskompetenz und Mündigkeit.

 

Das Zusammenwirken der innerpersonalen Rollen eines Kulturpädagogen / einer Kulturpädagogin:

  1. KünstlerIn
  2. Kunst- und KulturvermittlerIn
  3. KulturermöglicherIn
  4. Pädagoge / Pädagogin

Die Kunst beginnt mit dem „ernst nehmen“ der eigenen sinnlichen und leiblichen Aufmerksamkeit.  Ihre Rolle:

  • Wahrnehmung und Erfahrung
  • Ein starker Impuls oder die subjektive Empfindung “berufen” zu sein
  • Subjektive Radikalität
  • Handwerkliche Perfektion
  • flow
  • Antwort und Ausdruck

Die KünstlerInnen brauchen und fordern persönliche Gestaltungsräume, um Inspiration zu bekommen. Sie sind die Quelle der Begeisterungsfähigkeit, Vorbild in Engagement, Leidenschaft und Eigenwilligkeit.

Die Kunst- und KulturvermittlerInnen haben das Handwerk und die Kunst(-fertigkeit). Sie verfügen über Wissenskompetenz und eröffnen der Zielgruppe ein rezeptives und reflexives Erleben von Kunst und Kultur.

Die Pädagogen haben den Menschen und den Prozess im Blick. Dafür brauchen sie paradoxerweise die Fähigkeiten der Künstler: Intuitionsfähigkeit, künstlerische Radikalität und kreative Gestaltungskraft. In reflexiver Distanz verstehen es die Pädagogen, Bildungskonzepte zu verfassen, zu begründen und als Handlungsleitfaden zu verwenden. Motivieren, begleiten individuell, schaffen Voraussetzungen für die Entfaltung von Identität, die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie soziale Kompetenzen, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit, zeigen Empathie und ermöglichen Erfahrungen.

Die KulturermöglicherInnen sind nun diejenigen, die sich um Teilhabe unterschiedlicher, insbesondere auch benachteiligter Zielgruppen bemühen und – jenseits von Hochkultur – andere und neue Zugänge zu kultureller Teilhabe ermöglichen. Ihre Rolle:

  • strukturelle Lösungen zu schaffen
  • Kunst und Kultur sind der Motor für die Rolle als OrganisatorIn, KonzeptentwicklerIn und ManagerIn
  • initiieren, organisieren bzw. zu leiten Projekte
  • sind Katalysatoren, Finanzbeschaffer, Öffentlichkeitsarbeiter für Kunst und (Jugend-)Kultur
  • verfügen über Projekt- und Management-Fähigkeiten

 


Eigene Projekte: